SommerSonnenWahl

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Von der  Bühne am Tummelplatz aus wird vom 18. bis 22. Juni 2018 Zukunft gesät.

Rund um die Sommersonnenwende 2018 wird in Graz anlässlich des 800 Jahr-Jubiläums der Diözese Graz- Seckau Zukunft gesät. Ein auf der Bühne am Grazer Tummelplatz dargebotenes Saatgut antwortet auf die Frage, wieviel sozialpolitischen Einfluss eine Kirche der Armen haben könnte:

Das Theaterstück SommerSonnenWahl zeigt das Bemühen um die Wiederbelebung eines Sozialstaates, der die – mittlerweile bewusst – Ausgegrenzten und den menschlichen „Abfall“ (Wortwahl Papst Franziskus) einer Wegwerfgesellschaft in seiner Mitte begrüßt.

Gleichzeitig wird durch die Einladung zur Mitgestaltung eine intensivere Auseinandersetzung mit diesem Thema angeregt. 2018-04-04_kph_flaschenpost_sommersonnenwahl-sucht-statistInnenDieses Schauspiel mit musikalischer Begleitung und unter Mitwirkung des Publikums soll veranschaulichen, wie durch die Verleihung eines regionalen Kulturpreises an sozial engagierte Personen und Institutionen eine ZivilFAIRsammlung entsteht – eine Art Parlament der Herzen, in dem sich die solcherart Gewürdigten für die Ausgeschlossenen einsetzen.

Johannes Wallacher: „Es braucht eine kritische Masse von Menschen, die sich in ihrem Handeln an veränderten Leitbildern orientieren und damit die Leitbilder und dann auch das politische Handeln verändern.“ (These 8)2018-03-27_Andre-Heller_ANIMA-Garten_und_taz-genossenschaftsinfo_panterstiftung-sucht-heldInnen-des-alltags

Was soll unter Beteiligung des Publikums dargestellt werden?

Interreligiöses trifft Politik: ein Forum Sozialstaat fungiert als interkonfessionell-zivilgesellschaftliches Gremium zur Beaufsichtigung der sozialpolitischen Spiele (vgl. Glasperlenspiel)2018-04-04_sommersonnenwahl_ausgewaehlte-gesundheitsfaktoren

Musik vermittelt Ideen: Verschiedene Lieder und ihre Inhalte erinnern an bisherige Bemühungen und Aufrufe zu sozialem Engagement

Soziales macht Mode: das Format regionaler Kulturpreisverleihungen und die darauf aufbauende ZivilFAIRsammlung (vgl. General Assembly) wird zu einer lebendig mitbestimmenden Kraft im Land

Am Ende kommt Erneuerung mit dem Satz: „Wir waren auf alles vorbereitet, nur nicht auf die millionenfache Wahl von sozial engagierten SommerSonnen ins Parlament der Herzen.“

Organisatorisches und Mitwirkende

2018-03-30_Gewuerzkegel-im-Judenviertel-von-MarrakeschPlanungsteam laut eingereichter Version vom 7. 11. 2017:
Anton Tauschmann (Musik), Arno Niesner (Konzeption)

14. 11. 2017: Um verstärkt Menschen mit Ausgrenzungserfahrung einzubinden wurde eine Zusammenarbeit mit InterAct vereinbart.

Sponsorsuche und Spendenaufruf

Nehmen wir an, die Zustimmung zum Gelingen dieser Vorstellung ist gegeben, vielleicht ist sie sogar groß, im Idealfall enthusiastisch. Das ist eine gute Ausgangslage für meine folgenden Anliegen:

2018-03-26_Arno_Ourika-Tal_AtlasgebirgeFür ein zeitgemäßes Engagement der Akteur*innen von InterAct suche ich die finanzielle Unterstützung von helfenden Menschen in oder auch außerhalb von Unternehmen, Behörden, Institutionen. Rufen Sie +43 699 105 90 966 und reden wir über die Details oder schreiben Sie an arno.niesner@bosolei.com. Herzlichen Dank!


„Je umfassender der Sinn ist, umso weniger fasslich ist er auch.“
Viktor E. Frankl (S 186), 1985 in Dallas, Texas

2018-02-21_tummelplatz_akademisches-gymnasium_um_1900Ursprünglich sollte die Bühne anlässlich der 800 Jahr-Feier im Landhaushof gastieren. Dieser Platz wurde dafür nicht genehmigt. Erst der dritte gefundene Ort auf dem Tummelplatz vor dem Akademischen Gymnasium bietet die ideale Verbindung zwischen öffentlichem Raum und Bildung. Die in dem abgebildeten Gebäude beheimatete Schule wurde am 12. November 1573 als Jesuitenkollegium gegründet und ist eine der ältesten Schulen im deutschen Sprachraum.

3 Gedanken zu „SommerSonnenWahl

  1. Ungleichheit muss nicht sein. Die Existenz eines Niedriglohnsektor muss nicht sein. Das zeigt die Einkommensentwicklung in Österreich zwischen 1980 und 1986 ebenso wie jüngere Entwicklungen in Schweden mit 2,6 % Anteil des Niedriglohnsektors gegenüber jenem von 22,5 % in Deutschland – und das mit steigender Tendenz. Höhere Mindestlöhne können helfen, mehr Gerechtigkeit in die Einkommensverteilung zu bringen.

    Mittlerweile ist die Entwürdigung von Menschen mit geringeren Einkommenschancen und den daraus sich ergebenden Perspektiven so weit fortgeschritten, dass sich dies verstärkt in aggressivem Verhalten gegenüber Sicherheitskräften bemerkbar macht. Dabei hat sich etwa seit 2015 selbst beim Internationalen Währungsfonds (IWF) ein Umdenkprozess durchgesetzt, der allerdings noch einige Zeit brauchen wird, bis er in hiesige Politschulen und Amtsstuben Einkehr halten wird. Denn einstweilen werden mit Ausgrenzungspolitik noch Wahlen gewonnen. Das Bewusstsein darüber, dass FAIRteilung innerhalb eines Nationalstaates hausgemacht ist, ist von allen Verantwortlichen im Lande auf Dauer und so lange zu verbreiten, bis diese Erkenntnis zum allgemeinen Bildungsstand in einem Sozialstaat gehört.

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  2. In seinem „Grundriss der Existenzanalyse und Logotherapie“ beschrieb Viktor E. Frankl 1959 im Handbuch der Neurosenlehre und Psychotherapie, Band 3: Spezielle Psychotherapie I. die Wandlungsmöglichkeiten sittlich Handelnder wie folgt:

    „Immer wieder hören wir, wie sich unsere Patienten auf ihren Charakter berufen; aber der Charakter, auf den ich mich berufe, wird im gleichen Augenblick zu einem Sündenbock: Im Augenblick, da ich von ihm rede, rede ich mich auf ihn auch schon aus. Die Charakteranlage ist daher auf keinen Fall das jeweils Entscheidende; letztlich entscheidend ist vielmehr immer die Stellungnahme der Person. ‚In letzter Instanz‘ entscheidet somit die (geistige) Person über den (seelischen) Charakter, und in diesem Sinne lässt sich sagen:
    ‚Sich‘ entscheidet der Mensch: Alle Entscheidung ist Selbstentscheidung, und Selbstentscheidung allemal Selbstgestaltung. Während ich das Schicksal gestalte, gestaltet die Person, die ich bin, den Charakter, den ich habe – gestaltet ’sich‘ die Persönlichkeit, die ich werde.
    Was heißt all dies aber anderes als: Ich handle nicht nur gemäß dem, was ich bin, sondern ich werde auch gemäß dem, wie ich handle.*
    Aus dem Immer-wieder-Gutes-Tun wird schließlich das Gut-Sein.
    Wir wissen: Eine Handlung ist letztlich das Überführen einer Möglichkeit in die Wirklichkeit, einer Potentia in den Actus. Was im Besonderen die sittliche Handlung anbetrifft, lässt es aber der sittlich Handelnde bei der Einmaligkeit einer sittlichen Handlung nicht bewenden: Er tut ein Weiteres, indem er den Actus in einen Habitus überführt. Was sittliche Handlung war, ist nun sittliche Haltung.
    Es ließe sich dann sagen: Die Entscheidung von heute ist der Trieb von morgen.“

    *) Die These „agere sequitur esse“ ist eine halbe Wahrheit; die zweite Hälfte der Wahrheit würde lauten: esse sequitur agere.

    Text entnommen aus: Wer ein Warum zu leben hat, S 271f

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